Die Laufzeit dieses Tarifabschlusses endete mit dem 28. Februar 2018. Die Vereinfachung der Eingruppierung war weiteres wesentliches Ziel der Tarifreform. 17.000 verschiedene Eingruppierungsmerkmale wurden als Beweis für ein undurchschaubar gewordenes Vergütungssystem herangezogen. Diese Merkmale sollten deutlich reduziert werden. Allerdings ist es den Tarifparteien bis zum Abschluss im Jahr 2005 nicht gelungen, die neue Entgeltordnung auszuhandeln. Sie sollte bis Ende 2006 verhandelt und zum 1. Januar 2007 angewandt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt galten die Eingruppierungsmerkmale des BAT vorerst weiter. Aufgrund der Streitigkeiten um die Arbeitszeiten zwischen den Gewerkschaften ver.di und dbb tarifunion und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) seit November 2006 wurden die Verhandlungen über die neue Eingruppierungsordnung nicht fortgeführt.

Zum 31. Dezember 2007 können die vorläufigen Übergangsvorschriften des TVÜ, die sich im Wesentlichen auf die BAT/BMTG/MTArb-Tätigkeitsmerkmale und Eingruppierungen beziehen, gekündigt werden. Eine Nachwirkung ist ausgeschlossen. Da eine neue Entgeltordnung nicht in Sicht ist, drohen aus Arbeitnehmersicht willkürliche Eingruppierungen durch die Arbeitgeber und verstärkte Auseinandersetzungen vor den Arbeitsgerichten. Mit der Tarifeinigung vom 31. März 2008 wurde der Zeitraum für die Verhandlungen um zwei Jahre verlängert. Am 2. August 2011 fand die zweite Sitzung der Steuerungsgruppe auf Spitzenebene zur Entgeltordnung mit Bund und VKA statt. Mit dem Bund vereinbarten die Gewerkschaften, die Tarifverhandlungen über eine Entgeltordnung zum TVöD auf der Grundlage des Abschlusses des Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) vom 10. März 2011 unter Einbeziehung bundesspezifischer Besonderheiten fortzusetzen.

Eine Entgeltordnung zum TVöD (Bund) wurde rückwirkend zum 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt. [7] Beim TV-L für den öffentlichen Dienst der Länder konnte zum 1. Januar 2012 bereits eine Entgeltordnung zum Tarifvertrag in Kraft treten. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) lehnte das Entgeltordnungsmodell des TV-L als Basis für den TVöD (Bund und Kommunen) aber ab. Die Entgelttabelle TVöD Bund gilt für alle Angestellten, die in der Bundesverwaltung tätig sind. Dazu gehören etwa Beschäftigte bei Bundesministerien oder in den Bundesämtern wie etwa dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge oder dem Statistischen Bundesamt. Hier gibt es die TVöD-Entgelttabellen für 2018, 2019, 2020. Im Jahr 2018 werden die Werte nochmals um den Wert der prozentualen Tariferhöhung des Jahres 2018 abgesenkt.

Die Leistungssteigerung und Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zur Privatwirtschaft durch Leistungsentgelt darf aufgrund der anderen Bedingungen im öffentlichen Dienst nicht überschätzt werden.